Geschichte des Gästehauses und des Palazzo Cavagnis, der ein Nationaldenkmal ist.

Geschichte des Palazzo und des Gästehauses

Die ersten bekannten Besitzer waren ein Zweig der Morosini, einer venezianischen Adelsfamilie.

Im Jahr 1711 kaufte Antonio Francesco Cavagnis (oder Cavanis), der zu einer wohlhabenden Künstlerfamilie aus Bergamo gehörte und Besitzer eines Geschäfts für Stickereien und Goldspitze am Campo San Bartolomeo in Venedig war, den Palazzo, der zu jener Zeit Lucrezia Savorgnan, geborene Morosini, gehörte. Antonio Cavagnis ließ das Gebäude nach einem Projekt des Architekten Domenico Rossi restaurieren. 1810 schuf Carlo Bevilacqua in einem Salon im ersten Stock das Deckengemälde mit dem Mythos von Bacchus und Ariadne. Andere Räume des gleichen Stockwerks waren schon im 18. Jahrhundert von venezianischen Künstlern dekoriert worden. Der Palazzo, der nun Cavagnis hieß, wurde mit einer Brücke mit der Calle Longa Santa Maria Formosa verbunden. Während eines Luftangriffs auf Venedig in der Nacht vom 26. Februar 1918 zerstörte eine Bombe den nahen Landungssteg, wodurch das Deckenfresko im Speisesaal beschädigt wurde.

Die Waldenserkirche konnte dank der Solidarität ausländischer protestantischer Kirchen den Palazzo 1868 erwerben. Palazzo Cavagnis gehört zu den Nationaldenkmälern.

1925 entstand unter der Leitung von Pastor Giovanni Bertinatti das erste Gästehaus, als im ersten Stock eine Familienpension eingerichtet wurde. Das Gästehaus in seiner heutigen Form wurde 1969 ebenfalls im ersten Stock von Pastor Giovanni Scuderi eröffnet.

In den 1990er Jahren benötigte das Gebäude umfassende Renovierungsarbeiten, vom Erdgeschoss bis zum Dach. Die Tavola Valdese einen erarbeitete mehrjährigen Sanierungsplan für die Arbeiten, der auch eine Erweiterung der Bettenzahl vorsah, durch die im Laufe der Jahre die Investitionen amortisiert werden sollen. Dieser Traum, für den sich die Brüder und Schwestern im Laufe der Jahre engagiert haben, wird nach und nach mit der Fortführung der Arbeiten Wirklichkeit.

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